|
Brotterode
Nach einer Schenkungsurkunde, die im 12. Jahrhundert von Reinhardsbrunner Mönchen gefälscht und auf das Jahr 1039 zurückdatiert wurde, erhält Graf Ludwig mit dem Barte von Kaiser Conrad der Zweite einen Landstrich, der westlich an die Wüste von "Brunvardesrot" grenzt. Man nimmt an,
dass der Abt Brunward von Hersfeld (reg. 840 - 875) hier Wald roden ließ und damit dem Ort seinem Namen gab.
Es ist bekannt, dass nach Zerschlagung des Thüringer Reiches anno 531 slawische Sorben und Wenden bis ins Werragebiet kamen. Während die überlebenden Thüringer in den Tälern an Wasserläufen wohnten, wirkten die Slawen in den Wäldern und auf den rauhen Berghöhen als Erzgräber, Holzfäller, Harzer und Pecher, Köhler, an Rennfeuern und als Schmiede.
In der Mundart von Brotterode, Ruhla und Steinbach sind noch Worte slawischen Ursprunges nachweisbar, die vermuten lassen, dass schon vor einer eventuellen Hersfelder Rodung Slawen in den Bergen gesessen haben. Die genannten Erwerbszweige prägten das Bild
Brotrerodes bis ins 19. Jahrhundert. (Text von Hans- Joachim
Heusing)

Wenn Sie mehr über die die Brotteröder Geschichte
wissen möchten, besuchen Sie doch mal die privat initiierte Webseite von Michael Lauerwald & Bianca Neidhardt.
|