Geschichte
5.-3. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung (Jungsteinzeit)
Die Anwesenheit des Menschen auf Brotteröder Territorium ist durch Fundstücke wie z. B. Steinkeil, Feuersteinkern (Nukleus) am Gehege und Steinbeil am Großen Inselberg belegt.
843
Eine Urkunde vom 31.10.843 belegt die Regentschaft von Abt Brunwart von Hersfeld in der Zeit von 840 – 875. Nach ihm soll Brotterode benannt worden sein: Brunwardesrot
1016
Das Centgebiet von Brotterode erreicht seinen späteren Umfang (Westgrenze Rennweg, Nordostgrenze Rennsteig)
1039
Brotterode wird in einer Urkunde das erste Mal als Brunwardesrot erwähnt.
1216
Das Kloster Reinhardsbrunn lässt sich seinen Besitz durch eine päpstliche Urkunde bestätigen – dazu gehört auch Brotterode.
1525
Einige Brotteröder beteiligen sich am Sturm auf das Kloster Reinhardsbrunn. Wegen Beteiligung am Bauernkrieg werden 2 Brotteröder in Schmalkalden hingerichtet.
1543
Erste amtliche Erwähnung eines Amtsschultheißes – Heinz Reißig – in Brotterode
1582
Erste urkundlich erwähnte Hinrichtung in Brotterode (Hans Dietzgen aus Kleinschmalkalden)
1589
Erste Erwähnung der Brotteröder Kirmesfahne – sie gilt seit „undenklicher Zeit“ als Zeichen der Freiheiten der Brotteröder während der Kirmeswoche.
1611
Wie in einer Stadt werden auch in Brotterode Ratsmitglieder gewählt.
1640
Brotterode wird, während des 30jährigen Krieges (1618-1648), in Brand gesteckt und geplündert sowie die bisher im Wald versteckten 360 Rinder weggetrieben.
1641
Als erstes wird die Gemeindegaststätte wieder aufgebaut.
1702
Gründung einer Mädchenschule in Brotterode
1706
Letzte Hinrichtung in Brotterode – Eva Engel wird enthauptet.
1731
Neubau des Amtshauses auf dem Marktplatz
1756-1763
Der 7-jährige Krieg kostet Brotterode 40.000 Taler
1783/1784
14 aus Brotterode an England verkaufte Soldaten kehren vom „Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg“ zurück
1805/1806
Margarethe Huhn und Margreth Christine Jüng, zwei Brotteröder Frauen, verhindern den Diebstahl der Kirmesfahne
1828
Bau des ersten Hauses auf der Höh (ehemals Gastwirtschaft Eck)
1833
Neubau der Gemeindegaststätte „Inselberger Hof“
1836
Die „Union“ (Kasino) wird eingeweiht
1852-1857
42 Brotteröder wandern nach Amerika aus
1859
Bei der Neuanfertigung der Kirmesfahne werden Aufschrift und Tuch komplett verändert. Sie besitzt nun eine reiche Ausstattung mit Seidenstickerei, echten Silberkreuzen, Quasten und Silberschnur auf schwarzem Tuch. Das einfache Bergmannszeichen wird durch eine Krone ergänzt und die Fahne erhält die Aufschriften „Vivat Carolus V“ und die Jahreszahl „1530“. – Diese eigentliche Fälschung der Fahne sollte eine nähere Beziehung zu Kaiser Karl V. bringen.
1877
Bau eines Schulgebäudes mitten im Ort
1885
Am 29./30.04. brennen das Posthaus und acht weitere Gebäude ab, 14 Familien mit 75 Personen werden obdachlos.
10. Juli 1895
Großer Brand von Brotterode. 5 Menschen starben, nur wenige Häuser im Ober- und Unterdorf, auf dem Schützenhof und auf der Höh sowie die Schule blieben vom Feuer verschont.
Weitere Infos zum „Großen Brand von Brotterode“ finden Sie hier...
1896
Um einen schnellen Wiederaufbau zu gewährleisten, wird eine Schmalspurbahn gebaut, die am 15.06.1897 wieder abgerissen wurde. Die Bahn transportierte neben Baustoffen auch Personen und hielt an den Stationen Wernshausen, Ölmühle, Wahles, Herges-Vogtei, Auwallenburg, in der Laudenbach (b. Wasserfall) und in Brotterode.
1898
Einweihung der Bahnstrecke Brotterode – Kleinschmalkalden
1900
Einweihung der nach dem Brand von Brotterode neu errichteten Kirche zu Brotterode.
1905
Gründung eines Vereins zur Förderung des Wintersportes in Brotterode – WSV (nähere Informationen finden Sie hier…)
1913
6 Klassenräume, die Aula und 3 Nebenräume werden an das Schulgebäude angebaut.
1914-1918
Der 1. Weltkrieg fordert 115 Tote und Vermisste
1925
Die 70-jährige Botenfrau Emilie Hellmann hat in 30 Jahren den Inselberg 6.000mal bestiegen, das entspricht 200mal dem Mount Everest oder 1 ¼ mal dem Erdumfang
01. Juli 1936
Brotterode erhält Stadtrecht
1939
900-Jahrfeier der Stadt Brotterode mit einer Festwoche
15. Januar 1943
Flugzeugunfall einer Ju88 in der Nähe des Großen Inselberges
24. Februar 1944
Nach einem Luftkampf über der Stadt stürzen drei B-24 Liberator der US-Army Air Force nach Abschuss im Gebiet von Brotterode ab, einer davon vor dem Kindergarten
1939-1945
Der 2. Weltkrieg fordert in Brotterode 280 Tote
1950
Brotterode wird wieder als Luftkurort bestätigt
1966
Die französische Stadt Saint-Martin-le Vinoux wird Partnerstadt von Brotterode
1974
Brotterode wird staatlich anerkannter Erholungsort
1989
950-Jahrfeier in Brotterode mit historischem Festumzug
1990
Bad Vilbel wird Partnerstadt von Brotterode
1991
Schließung des HO Hotels „Krone“
1992
Eröffnung der Sommerrodelbahn auf dem Kleinen Inselberg
1995
Gedenkveranstaltungen anlässlich „100 Jahre Großbrand von Brotterode“ mit Festgottesdienst, Glockenläuten und großem Festumzug – Enthüllung eines Gedenksteins auf dem Eisstadion
1996
Das „Haus des Gastes“ wird als Tourismusinformation nach dem Umbau des alten Amtsgerichtsgebäudes eingeweiht
1999
Eröffnung des Inselbergbades
2006
70 Jahre Stadtrecht