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Stadtwappen - Entstehung des Wappens, des Siegels und der Fahne von Brotterode

Das Wappen der Stadt Brotterode Die Entstehung ergibt sich mit Sicherheit aus dem Bergrecht des Mittelalters, welches die Gesamtheit der Rechtssätze z. B. das Eigentum an Mineralien unter Tage, umfasst.

Als wichtigste Rechtsform galt dabei die „Bergfreiheit“, die die Erlaubnis für Jedermann darstellte in einer Bergstadt nach Erzen zu suchen und Bergwerke anzulegen.

 

Die Bergfreiheit muss für die Brotteröder Flur schon während der Waldschmiedezeit ausgesprochen worden sein, worauf der Begriff „Bergstatt“ als Stätte im Bergbau verweist. Diese Bergbaustätten sind in der gesamten Flur rings um Brotterode nachgewiesen.

 

Da die „Bergfreiheit“ jedoch nur für bestimmte Orte galt, mussten diese gekennzeichnet werden. Für Brotterode war das erste Merkzeichen ein „fenlein“ aus dem Jahre 1589, das die Freiheiten signalisierte. Die Fahne wurde nach altem Brauch während der Kirmeswoche am Kirchturm und an der Gemeindeschenke ausgehängt.

 

Sie bestand aus Schwarzem Tuch, in der Fahne befand sich das Bergwappen, Keil- und Schlageisen. Schild und Bergmannszeichen waren in gelber Farbe eingezeichnet.

 

Das Bergbauzeichen stellt auf den Schilden somit seit Jahrhunderten das Brotteröder Wappen dar. Der älteste Siegeldruck mit diesem Wappen stammt aus dem Glockenkontakt im Jahre 1695. Dieses Siegel zeigt ein Schild, das Keileisen, Schlägel (Fäustel) und Stopfer (für Pulverfüllungen) enthält. Diese Kombination taucht allerdings in den späteren Siegeln der Stadt Brotterode nicht wieder auf.

 

Im Siegel von 1726 ist das Wappen erneut innerhalb eines Schildes abgebildet. In diesem Wappen sind Keileisen und Schlegel gekreuzt. Das neue Zeichen kann ein Spitzmeißel sein, welcher senkrecht, mit dem Griff nach unten steht. Danach gibt es anstelle von Wappen nur noch Bildsiegel, so dass die Unterschiede verwischen. Zum ersten Mal wird das Brotteröder Wappen im „Brotteroder Anzeiger“ im Jahre 1917 dargestellt. Aber nicht nur die Form des Schildes hatte sich verändert, Ein Steinmeißel stellt das senkrechte Symbol dar, Hammer und Schlegel sind gekreuzt.

 

Schmuckwappen der Stadt Brotterode seit 1939Das neue Brotteröder Wappen mit Innen- und Außenschild entstand in Vorbereitung auf die 900-Jahrfeier von Brotterode im Jahr 1939. Auf dem Innenschild ist das alte Bergwappen zu erkennen, welches im Springbrunnen auf dem Marktplatz positioniert ist. 
Das Außenschild zeigt auf der rechten Seite den Weg zum Großen Inselberg über die Reitsteine und auf der linken Seite sieht man die Kirche und einen Teil eines Wohnhauses einer alten Kaufmannsfamilie. Dieses Wappen gilt seit 1994 mit der Unterschrift „Stadt Brotterode Thüringen“ als Siegel.

 

Obwohl Siegel und Wappen nicht dasselbe sind, gibt es historisch eine enge Verwandtschaft. Der Unterschied zwischen Wappen und Siegel besteht darin, das das Wappen stets farbig, aber ohne Beschriftung und das Siegel farblos, dafür aber mit Beschriftung dargestellt wird.

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